KapverdenCabo Verde - Várias VozesCabo Verde
Revierbericht
Spot Guide Sal

Speedstrecke, Dünung, Ostseewelle, Mörderbrandung -
auf Sal liegt das alles maximal 20 Minuten Autofahrt auseinander. Doch eins sei gleich gesagt: Die Kapverden sind kein Kleinsegelrevier wie Südafrika. Nur sehr selten bläst's mit mehr als sechs Beaufort.

Santa Maria

[Logo Surfen] ln dem kleinen Fischerdorf ganz im Süden der Insel befinden sich die Hotels und Surfschulen.

Vom Hauptstrand vor den Hotels Djadsal, Belorizorite und Morabeza startet man in ein Freeriderevier, in Strandnähe mit Glattwasser, weiter draußen mit kleinen Windwellen. Der Wind weht schräg ablandig von links. Die langgestreckte Bucht vermittelt trotzdem ein sicheres Gefühl. Wer nicht zu weit heraussurft, kommt auch bei Problemen wieder sicher an Land.

Ab und an erschwert ein recht kräftiger Shorebreak Anfängern den Einstieg. Bessere Surfer haben keine Probleme, die Strandwelle zu überwinden. In Luv des Startplatzes ankern häufig Segelyachten, so daß der Wind auf den ersten 200 Metern etwas böig ist. Vor dem Belorizonte und Djadsal hat man freieren Wind als am Morabeza. Das waren aber auch schon alle Einschränkungen in Santa Maria.

Mit zwei Schlägen hart amWind erreicht man den südöstlichsten Zipfel der Insel, hinter dem sich ein perfekter Speedstrip öffnet. Wegen des Steinstrandes kann man hier allerdings nicht anlanden. Das geht erst wieder amHotel Albatros.

Wer von der Speedstrecke über die Südostspitze hinaussurft, kommt in eine recht saubere Linkswelle für Sprünge und kleine Wellenritte. Bei sehr seltenem Südostswell bildet sich hier ein perfekter Pointbreak.

Am westlichen Ende der Bucht baut sich eine brauchbare Windwelle auf. Allerdings lauern hier große Steine im Wasser.

Ponta Preta

[Logo Surfen] Heißt übersetzt Schwarzer Punkt. Diesen Nameri trägt der Spot wegen der schwarzen Lavasteine, die den Strand säumen.

Der Pointbreak (die Wellen biegen um eine Landnase herum) an der Südwestküste gehört zu den besten der Weit. Allerdings kann Ponta Preta auch sehr gefährlich werden. Wer vor der Welle stürzt oder auch nur ins Weißwasser gerät, wird unweigerlich auf die sehr scharfen Felsen gewaschen - for cracks only. Die können an guten Tagen mehr als zehn Cutbacks auf einer Welle fahren.

Der Wind weht side- bis sideoffshore von rechts. Die Rechtswelle bricht an zwei Peaks. Neulinge sollten sich zuerst an den ungefährlichen Peak in Lee wagen. Die Pros starten in Luv und nutzen den zweiten Peak für radikale Aerials. Der Einstieg erfolgt über einen Sandstrand in Lee vom Break. Bei großem Swell kracht hier ein heftiger Shorebreak aufs Ufer. Beim Herausfahren passiert man den Break in Lee.

Der Point ist nur zum Abreiten geeignet. Ponta Preta ist erst ab 2,5 Metern Wellenhöhe fahrbar, da die Wellen sonst zu nahe an den Felsen brechen. Bei sehr großem Swell bricht in Lee des Hauptbreaks eine Welle zum Springen.

Keine Infrastuktur, aber zwei kleine Strohhütten als Sonnenschutz.

Rife

[Logo Surfen] Die ungefährliche Alternative zu Ponta Preta. Hier fühlen sich auch Weileneinsteiger wohl.

Man startet von Sandstrand ins Flachwasser der kleinen Bucht, die in Luv und Lee von Felsen gesäumt ist. Der Wind bläst sideshore von rechts. Die Wellen brechen nur an der rechten Spitze der Bucht. Man kann ihnen beim Herausfahren ausweichen und sich beim Abreiten den persönlichen Schwierigkeitsgrad aussuchen - je weiter in Luv, desto anspruchsvoller. Die Wellen in Rife sind meist etwa einen Meter kleiner als in Ponta Preta. Trotzdem erreichen sie an guten Tagen Masthöhe. Leider ist der Wind in der Brandungszone meist schwächer als davor und dahinter.

Keine Infrastruktur und kein Sonnenschutz.

Fogo

[Logo Surfen] Wenn die gesamte Westseite wellenfrei ist, gibt es an der Südostküste immer noch eine Ostsee-ähnliche Brandung.

Hier weht der Nordost-Passat sideshore von links. In Lee des kleinen Berges weht der Wind mehr von der Seite, und die Wellen werden selten höher als 1,5 Meter. Je weiter man nach Süden fährt, desto höher werden die Wellen. Allerdings weht der Wind dann auch immer auflandiger. Sandstrand, aber im Wasser fiese, spitze Riffreste. Schuhe empfehlenswert.

Null Infrastruktur und Sonnenschutz. Absolute Wildnis.

All Babar/Ponta Fontana

Vergiß es! Absoluter Hardcore-Spot südlich der Hafenstadt Palmeira. Die Wellen brechen ungebremst auf messerscharfe Lavafelsen. Es gibt äuf mehreren Kilometern keine Ausstiegsstelle. Ein- und Ausstieg nur in einer Nachbarbucht möglich.
Die Cracks der Trilogy holten sich hier ihren ultimativen Adrenalin-Flash.

Selbst für sehr gute Brandungssurfer nicht zu empfehlen.

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© Abdruck mit freundlicher Genehmigung des surf Magazins, Delius Klasing Verlag