Kapverden - Kapverdische Inseln - Urlaub und Reisen
Individualreisen - Wandern - Trekking - Tauchen - Baden

ferro gaita in wien!!! funanight am 10.August 03

   Kapverden - Kapverdische Inseln - Urlaub und Reisen Foren-Übersicht -> Kap Verde Urlaub Reisen Wandern
Autor Nachricht
kibe
Neuling


Anmeldedatum: 25.07.2003
Beiträge: 1
Wohnort: wien

Verfasst am: Fr 25 Jul 2003 11:45    Titel: ferro gaita in wien!!! funanight am 10.August 03

FUNANIGHT MIT
FERRO GAITA (Kap Verde)

am 10.August 03
20h
Freizone ; Wiener Prater (neben Riesenrad, Grillturm)

vvk: 12.- (Jugend in Wien - tel: 1799)
ak: 15.-

Ferro Gaita kommt wie die berühmte Interpretin Cesaira Evora von den Kapverdischen Inseln. Doch während Evora in ihren Mornas weltweit kapverdiansiche Melancholie und Sehnsucht (saudade) verströmt, lassen die sechs Musiker von Ferro Gaita von der Insel Santiago keinen Funken von Traurigkeit aufkommen. Sie begeistern mit rasantem Funana, einem Tanzstil, der auf der Insel äußerst populär ist. Im Mittelpunkt die Gaita, ein zweireihiges Akkordeon, das vom sogenannten „Kratzen“ auf dem Ferrinho (Eisen) als Basis der Perkussion rhythmisch begleitet wird. Dazu unterschiedliche Trommeln, E-Bass und sogar der Sound einer Muschel.
Estevao Tavares „Iduino“ gibt das Tempo vor, knapp dahinter die furiose Band, die scheinbar alles dran setzt, mitzuhalten. Atemberaubender „Ultramerengue“, schreibt Tim Foley in seiner Rezension der hörenswerten CD „Rei di Funana“.
Der dynamische Funana - Style schöpft seine Inspiration aus zwei unterschiedlichen Quellen: Einerseits liegen die Wurzeln in den afrikanischen Traditionen des batuke und des finacon, andererseits in der melancholischen portugiesischen Sangesart des choro. Als batuke bezeichnet man die von den kapverdischen Frauen als Strategie des Widerstandes gegen die Kolonialherrschaft entwickelten Rhythmen. Nachdem das Spielen von Trommeln unter plantokratischer Herrschaft verboten wurde, ersetzten die Frauen die Perkussioninstrumente durch zusammengedrehte Leinentücher, auf denen sie die traditionellen Rhythmen schlugen und damit die als finacon bekannten Gesänge begleiteten. Das Repertoire der finacon -Texte beinhaltet Ehrerweisungen für Gastgeber, Ratschläge in Liebesangelegenheiten, moralische Anweisungen, Kritik an den Machthabenden, zweideutigen Anspielungen und satirische Texte. choro bedeutet aus dem Portugiesischen wörtlich übersetzt soviel wie ‚weinen, klagen’ und thematisiert als Musikstil den Verlust von Heimat und die Sehnsucht danach.

Die Fusion aus batuke, finacon und choro unter Einbindung des Akkordeons, das zu Beginn des letzten Jahrhunderts von Seeleuten zu den Bauern Santiagos gebracht wurde, leitete den Beginn eines wundervollen, wilden Musikstils, der sich rasch bei den lokalen Festen durchsetzte, ein. Die Kolonialbehörden verboten lange Zeit die öffentliche Aufführung von Funana. Doch nach der Unabhängigkeit, eroberte er sofort seinen Platz auf den Tanzböden der Insel. Die Seele des Funana blieb unzerstört. In den 90er Jahren griffen einige junge Leute, die mit Reggae aufwuchsen, das Eisen und die Gaita auf und kombinierten sie im gleichen schweren, hypnotisierenden Beat. Und sie stießen unvermittelt auf internationalen Erfolg. Nun werden sie als die Könige des Funana gehandelt.
Ferro Gaita – das ist: ansteckende Tanzmusik und ein absolutes Hörvergnügen!

Estevao Tavares (Iduino): gaita, voc
Adao Brito: bass
Carlos Pereira (Bino Branco): ferrinho, voc
Emanual Tavares (Manel Di Tilina): perc
Luis Da Vega (Lobo): drums
Frutuoso De Pina (Pito): caneca, djembe

Kap Verde – Schwerpunktland der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit


www.movingcultures.org
www.freizone.at
www.akkordeonfestival.at
Nach oben